Was bisher geschah

Nun ist es offiziell: Ab dem 6. August geht es für uns nun endgültig los, die Tickets sind gebucht und die Vorfreude wächst täglich. Doch eigentlich hat unser „Jahr als Jesuit Volunteer“ schon viel eher angefangen. Ohne zu wissen, was die Jesuitenmission überhaupt ist, geschweige denn, was auf uns zukommt, trafen wir uns zum ersten Mal Anfang Dezember beim Orientierungsseminar in Altdorf. Das unsichere Gefühl vom Beginn der Anreise war schon nach wenigen Stunden wie weggeblasen und wir fanden uns in einer super spannenden und weltbegeisterten Gruppe wieder, die sich wie ein Puzzle aus den unterschiedlichsten Puzzleteilen zusammenfügte. Während des Orientierungsseminars bekamen wir viel Zeit für uns, um herauszufinden, ob ein Jahr als Jesuit Volunteer wirklich das Richtige für uns ist. Glücklicherweise antworteten wir beide mit „Ja“ und sahen uns bereits 2 Monate später beim ersten richtigen Vorbereitungstreffen wieder.
Hier wurden uns die weltweite Armut und einige Einsatzorte näher gebracht.  Noch bevor wir das erst Mal von der Einsatzstelle im Kosovo hörten, haben wir beide uns im Gruppenraum getroffen und gemeinsam ein paar Länder auf der Landkarte gesucht. Dabei ist uns aufgefallen,  dass der Kosovo nicht verzeichnet war, obwohl wir uns zu dem Zeitpunkt doch wenigstens „ziemlich sicher“ waren, dass es ihn geben muss… Nichts ahnend, dass wir auch mal in Prizren tätig werden, lauschten wir kurz darauf Moritz seinem Vortrag über den Kosovo. Der Jesuit Moritz ist bereits seit einigen Monaten im Kosovo und wird dort einer unserer Ansprechpartner sein.
Das erste Vorbereitungsseminar, gefüllt mit Morgen- und Abendimpulsen, tiefgreifenden Präsentationen und Gruppenarbeiten, interessanten Diskussionen, leckerem Essen und unzähligen Toten während des abendlichen „Werfwolfspielens“ , ging viel zu schnell um. Seit dem saßen wir bis Anfang März wie auf heißen Kohlen, da wir warten mussten bis wir erfuhren, wo wir nächstes Jahr, zur selben Zeit, sein werden. Als dann schließlich das Telefon schrillte, konnten wir es zunächst gar nicht fassen, das wir beide zusammen in den Kosovo fahren dürfen. Nach der ersten Google-Aktion, wo der Kosovo denn nun wirklich liegt und unseren ersten WhatsApp-Nachrichten, welche wir für den Lerneffekt erst von Deutsch zu Albanisch und schließlich zum Verstehen für den anderen wieder zurück übersetzten, jeweils per Google-Übersetzer, nahmen wir zu Moritz Kontakt auf und können uns seitdem bei allen möglichen Fragen an ihn wenden. Die albanischen WhatsApp-Nachrichten wurden übrigens doch ziemlich schnell wieder deutsch, da sich der erhoffte Lerneffekt noch nicht so ganz einstellte. Nun versuchen wir unser Glück mit einem dicken Albanisch Buch inklusive CD und tasten uns langsam aber sicher in der albanischen Grammatik voran.

Doch unsere Vorbereitung als Jesuit Volunteer hörte mit dem einen Vorbeireitungstreffen im Januar längst nicht auf. Schon im März sahen wir uns in einer etwas kleineren Gruppe wieder, um uns die alltägliche Armut, auch hier in Deutschland, bewusst zu machen und selber zu erfahren. Zudem besprachen wir wichtige Verhaltensweisen während eines Freiwilligen Jahres als Jesuit Volunteer und lernten sehr viel Neues über die Jesuitenmission.
Zum Glück mussten wir uns am Ende nur für ein paar Tage verabschieden, denn bereits eine Woche später sahen wir uns alle in Moosburg, einem kleinen Örtchen in Bayern, wieder. Während unserer gemeinsamen Zeit besprachen wir intensiv die Folgen der Globalisierung und die starken Differenzen zwischen Arm und Reich. Zudem wurden wir von einem ausgebildeten Trainer zur interkulturellen Kompetenz unterstützt, der uns die Probleme und Lösungsansätze bei dem Aufeinandertreffen von zwei Kulturen sehr anschaulich näherbrachte. Auch dieses Seminar mit einem unvergesslichen Lagerfeuerabend ging viel zu schnell zu Ende und nun freuen wir uns schon wahnsinnig auf das kommende, leider auch letzte Treffen, mit all den anderen Freiwilligen und lernen immer schön fleißig Albanisch 😉

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