Monat der offenen Tür

Thomas, Martina, Enrica, Marek, Viola, Marthe, Alban, Dafina, Buna, Paul, Katja, Romed,Cäcilia und Fitore…
…Besuch hatten wir diesen Monat auf jeden Fall viel. Wo wir bis jetzt immer Gäste sein durften, konnten wir in den vergangenen Wochen zusätzlich auch selbst Gäste empfangen.
Beginnen wir mit Familie Siegert, die gestaffelt in den Kosovo einflog. Zuerst kamen Papa, Mama und Bruder an, die jeden Tag dazu nutzten, neue Seiten des Kosovos zu entdecken. Gemeinsam haben wir das Skigebiet in Brezovica unsicher gemacht und waren unsere kosovarische Freundin Albiona in Skenderaj besuchen. Neben den Ausflügen begleiteten sie uns auch in den Alltag unserer Projekte. Dabei machte den Tranzit-, sowie den Grundschulkindern das gemeinsame Musizieren sehr viel Freude. Zum Wochenende wurde Papa von der Schwester abgelöst, so dass auch Enrica 3 Tage in unser Leben im Kosovo eintauchen konnte. Vor allem in den Tranzit-Musik Bereich, dazu kommen wir später nochmal.
Unser längster Besuch war Marthe, die etwa zeitgleich mit Familie Siegert ankam. Marthe war eine vierwöchige Praktikantin aus Hamburg. Von Anfang an war sie mit Rat und Tat mittendrin im ganzen Geschehen und ein fester Teil unserer WG. An den Wochenenden unternahmen wir gemeinsame Ausflüge, meistens in die Stadt Gjavokë, zu der wir jetzt eine ganz besondere Beziehung aufgebaut haben. Unser erster Besuch dauerte nur eine halbe Stunde, da der letzte Bus zurück nach Prizren leider schon 30 Minuten nach unserer Ankunft abfuhr. Doch beim nächsten Mal lernten wir die Stadt ausführlich kennen: Vor allem einen Kreisverkehr, an dem wir auf der Suche nach Sehenswürdigkeiten zigmal zwischen den Ausfahrten hin und her geschickt wurden. Dabei konnten wir einen kleinen, kranken Straßenhund beobachten, der dort in der Sonne saß. Am Ende der dritten Ausfahrt erkundeten wir eine alte Ruine, die sich als ehemalige Küche des jugoslawischen Militärs herausstellte. Wählt man die erste Ausfahrt des Kreisverkehrs, kommt man zu der feinen aber kleinen restaurierten Altstadt, in der sich eine Cafébar an die nächste reiht. Uns hat fasziniert, dass trotz der großen Auswahl, jedes einzelne voll war und es kein Konkurrenzausschlussverfahren zu geben scheint.

Dafür hat uns Marthe in der Schule ordentlich Konkurrenz gemacht, da sie bereits nach 2 Wochen selbstständig unterrichtete, wofür wir einen Monat brauchten und uns da schon gut fanden 😉 Nicht nur im Gymnasium, sondern auch in der Tranzit- und Grundschule war sie mit vollem Eifer dabei. So wurde sie gemeinsam mit Familie Siegert vom Gast zum Gastgeber, als wir einen großen Transporter mit Instrumentenspenden aus Österreich und Deutschland empfingen. Als Dankeschön veranstalte der Tranzitchor ein kleines Konzert für die fleißigen Fahrer Katja, Paul und Romed, die gleichzeitig die Spenden organisiert haben. Mitorganisiert hat auch Viola Metz, Patricia’s ehemalige Klavierlehrerin, die eine Woche als sehr engagierter Gast im Kosovo verbrachte. Mit den Instrumenten startet nun eine neue Phase des Musikunterrichts in Tranzit: Begonnen mit 6 Pianoschülern und einer Differenzierung des Chors in Jung und Jugendlich. Übrigens, seit den letzten Wochen unterstützt, nein eigentlich leitet Berat die Musikstunden in Tranzit. Er ist Musiklehrer an der Grundschule und leitet die Loyola-Musikschule und wir sind enorm dankbar für sein Engagement! Gemeinsam haben wir die Musikschüler sogar einen richtigen Test schreiben lassen. Dieser hat gezeigt, dass einige mit dem Theorieunterricht bereits durch sind.

Tranzit war nicht nur das Ziel vieler Instrumente sondern auch das Ziel von Cäcilia (Freiwillige aus dem Norden Kosovos), die mit uns ein kleines Wochenendprogramm mit Spielen und Basteln veranstaltete.

Nach soviel Training erreichen wir zwar jetzt einen guten deutschen Gastfreundschaftsstatus, aber an unserem kosovarischen müssen wir noch üben, denn der Gast ist hier wirklich König und nicht Mitbewohner, um es mit unseren Worten zu sagen. Unsere Abendessensgäste Alban, unser Deutschkollege, und seine Familie (Buna und Dafina) mussten leider etwas darunter leiden, denn es gab dann doch nur die aufgepeppten Nudeln vom Vortag und auch die waren bei ihrer Ankunft noch nicht ganz servierbereit und außerdem fehlte das normalerweise all präsente Weißbrot. Dafür hat uns der frische Salat halbwegs gerettet. Doch was noch nicht ist, kann ja noch werden und dabei hilft uns jetzt Fitore, die neue Praktikantin aus Nordrheinwestfalen, da ihre Familie aus dem Kosovo kommt. Auch sie wird 4 Wochen hier bleiben. Allerdings lassen wir sie bereits nach ihrer ersten Woche erst einmal alleine, da wir nun zum JesuitVolunteers-Zwischenseminar nach Serbien aufbrechen. Dort werden wir eine Woche lang die anderen Osteuropa-Freiwilligen treffen, uns über unsere bisherigen Erfahrungen austauschen und uns auf die Kommenden freuen. Und wer dachte, unsere Besuchszeit geht danach fröhlich weiter, der hat Recht! Denn wir nehmen 2 der Freiwilligen aus Bosnien mit nach Prizren. Zudem freuen wir uns auf Katja, eine Mitfreiwillige von Cäcilia, Stefan Hengst, einen Jesuiten der deutschen Provinz und Klaus, aus der Jesuitenmission Nürnberg. Zudem haben wir uns fest vorgenommen, Edita, die seit Februar in der Nachmitagabetreuung der Grundschule mitarbeitet zum Kaffee einzuladen – sicherheitshalber erst mal ins Café, um uns nicht gleich zu blamieren.

So schön und inspirierend die Besuche sind, haben wir beide gemerkt, dass es uns wichtig ist, dass wir uns auch oft Zeit nur zu zweit nehmen. Denn ohne den persönlichen Austausch haben wir einander schnell aus dem Blick verloren, wodurch es uns schwer fiel Gäste als Team zu empfangen, was uns aber viel mehr Spaß macht. Darum sind Kaffee-Pausen zu zweit jetzt immer wieder eingeplant – oder auch mal einfach ein freier Abend 😉
Tüt, Tüt der Bus Richtung Zwischenseminar hupt schon, das heißt, wir müssen los.
PS: Bilder folgen am 20.03., wenn wir wieder zurück sind.
Tung, Tung 🙂

 

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Folgendes ist auf den Bildern zu sehen: Schneespaziergang mit Tranzitler’n und Familie Siegert, Skifahren in Brezovica, Empfang der Fahrer und Instrumentenspenden, Dankkonzert des Tranzit-Chors, erste Piano-Stunde in Tranzit, Staffellauf in Tranzit mit Cäcilia, Hund und Ruine in Gjavokë. 🙂

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