Schöpfung

Am Montag überraschten mich die Grundschullehrer bei einem gemeinsamen Schuljahresendeabendessen mit einem wunderschönen Video, welches die Stationen der Nachmittagsbetreuung zeigt. Angefangen mit Gestaltung der Räume, Spieleplanung und erstem Kennenlernen über rauchende Köpfe bei den Hausaufgaben, gemeinsames Spielen, Basteln bis zu weihnachtlichem Keksebacken, Ostereiersuchen und  Musiknachmittagen.
Nächstes Jahr soll die Nachmittagsbetreuung mit der Eröffnung des zweiten Schulgebäudes weiter vergrößert werden.
Wir saßen lange zusammen, um zurück-und nach vornezuschauen, miteinander zu reden und zu lachen und uns schließlich sehr herzlich voneinander zu verabschieden.
Und es ward Abend und es ward Morgen: erster Tag.

Am Dienstag trafen wir uns mit dem interkulturellen Einsatzberater der deutschen Soldaten im KosovoWir lernten uns bei verschiedenen Ereignissen, wie beispielsweise die Feier zum 3. Oktober oder die gemeinsame Osterwanderung kennen. . Jetzt gleichzeitig gehen unsere jeweiligen Auslandseinsätze zu Ende. Das nächste Treffen wird dann wohl in Deutschland sein.
Bei einem gemütlichen Abendessen konnten wir auf unsere jeweiligen Auslandserlebnisse zurückblicken und unsere Erfahrungen austauschen.
Und es ward Abend und es ward Morgen: zweiter Tag.

Am Mittwoch verabschiedeten wir uns bei unserem Kosovo-Opi und unserer Mitbewohnerin Vlora bei einem gemütlichen „Familienabendessen“. Dieses Abendessen war der Abschluss regelmäßigen Austauschabende, auf die wir immer sehnsüchtig warteten. Zum letzten Mal konnten wir -wie auch beim ersten Mal aufgrund der schönen Sommertemperaturen wieder draußen sitzen.
Und es ward Abend und es ward Morgen: dritter Tag.

Am Donnerstag saßen wir mit einem Deutschkollegen bei einem sun-downer auf seiner Dachterasse, um auch ihm Tschüss zu sagen.  Er hat als deutscher Fachschaftsberater gleichzeitig mit uns vor einem Jahr am Loyola Gymnasium angefangen. So war es sehr interessant, dass wir uns als Immigranten über unsere Erfahrungen und Eindrücke der kosovoarischen Kultur und Mentalität austauschen konnten.
Und es ward Abend und es ward Morgen: vierter Tag.

Am Freitag endete das Schuljahr des Gymnasiums mit Ehrungen vor versammelter Schulgemeinschaft.  Dort war es auch an der Reihe den Schülern zu danken, die sich in Loyola-Tranzit engagieren. Diese wiederum überreichten uns ein signiertes Bild, welches wir als Erinnerung mit nach Hause nehmen dürfen.
Und es ward Abend und es ward Morgen: fünfter Tag.

Am Samstag war ich gemeinsam mit den aktuell sechs Erziehern und drei Helferinnen mit unseren Kindergartenkindern gemeinsam im Zoo. Einige der Tiere, die wir zuvor im Kindergarten kennengelernt hatten, sahen die Kinder so das erste Mal in echt, zum Beispiel den Affen. Im Zoo war der große Spielplatz mit Rutschen, Wippen und zahlreichen Schaukeln ein echtes Highlight für die Kinder und die Mitarbeiter! Mir selber hat es große Freude bereitet den Kindern Anschwung zu geben, ihnen auf die Rutsche zu helfen und sie dort spielen und sich gegenseitig helfen zu sehen. Wie sie Neues ausprobierten war herrlich zu beobachten: oft erst ängstlich und dann mit Mut und Begeisterung. Außerdem ist es toll, wie die jugendlichen Erzieher Verantwortung für die Kinder übernehmen und auf sie achten.
Um die Arbeit und das Engagement von meinen Mitarbeitern zu würdigen und auch um mich als ‚Chefin‘ von ihnen zu verabschieden, haben wir im Anschluss noch mit Paddi einen Ausflug in die Nachbarstadt Gjakova gemacht. Gemeinsam mit viel Zeit durch die Stadt zu schlendern und zu quatschen ermöglichte eine freundschaftliche Atmosphäre, in der wir ohne den Stress und den Anspruch während der Arbeitszeit zusammen sein konnten. Das war ein großes Geschenk für mich.
Und es ward Abend und es ward Morgen: sechster Tag.
Am Sonntag sahen Eva und Patricia auf alles was in diesem Jahr geschaffen wurde und sie sahen das es gut war. Somit ruhten sie am siebten Tag und starteten eine Urlaubstour nach Bosnien zu ihren coolen Mitfreiwilligen Đoni, Fränzi und Hanna (www.einjahranderslebeninbosnien.jimbo.com)

Gott schuf Himmel und Erde in 7 Tagen. Wir hatten eine Woche, in der wir bei verschiedenen Verabschiedungen auf Geschaffenes und Entstandenes dieses Jahres  zurückschauen konnten. Ein Jahr aus dem wir auf ganz vielen Ebenen Dinge ausschöpfen: Freundschaften, Essen, Umgang mit Herausforderungen, Verantwortung, Konflikten, Naturspektakel, Fürsorge, Spiritualität…
Es ist ein Jahr in dem wir unendlich viel wachsen konnten und das wir nun in einem 2 wöchigen Sommerlager und anschließendem Sommerfest abschließen werden.
Das war also nicht unser letzter Bericht, auf einen könnt ihr euch noch freuen!

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