Die Kirsche auf der Sahnetorte

Das Jahr liegt nun hinter uns und es lässt sich mit einer Sahnetorte vergleichen. Wie es bei der Sahnetorte verschiedene Teig-, Schoko-, und Fruchtschichten gibt können wir unser Jahr auf verschiedenen Ebenen betrachten.
Blog Juli 2 (2)Den Tortenboden bildet unsere Gemeinschaft (oder auch Kameradschaft, siehe Foto), in der wir uns die ganze Zeit über  Kraft und Rückhalt gaben. Während des Jahres wurden immer mehr Zutaten dazugerührt, die den Teig verfeinerten. Zum Beispiel  unsere beiden Mentoren  Moritz und Tomi, die einmonatige Praktikantin Marthe, unsere Mitbewohnerin Vlora und unsere Mitfreiwilligen.
Blog Juli 2 (1)Die Schokoschicht bildet unser inneres Ich, das durch das Wachsen unserer Gottesbeziehung geprägt ist. Wir konnten die ein oder andere Mousse au Chocolat, aber auch Bitterschokoladenseite an uns entdecken. Die Fruchtschicht kann mit unserer Arbeit verglichen werden. Mit zuckersüßen Pfirschichkindern, frischen Weintraubenkollegen und  Stachelbeerherausforderungen, die ein bisschen gepiekst haben.
Dieser Obstmix wurde durch  das  gemeimschaftliche Geleeziel zusammengehalten.

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Das Wetter als die Sahnehaube war einfach immer da.
Als Topping die Kirsche: das Sommercamp „Schmetterlinge in Tranzit“. Am Ende fand Bild Schmetterlingeein großes Loyola-Tranzit Fest in Form eines Straßentheaters statt. Das Theaterstück für die Aufführung wurde in den 2 Wochen vorher geschrieben und einstudiert. Mit dabei waren Schüler vom Loyola Gymnasium und der Grundschule, Schüler einer Schule aus Albanien, (alle) Tranzit Kinder und Jugendliche, eine Tanzgruppe aus dem Norden Kosovos und Gästen aus Deutschland, IMG_2183Rumänien  und Österreich.  In dem Leitungsteam saßen wir mit Tomi und Moritz, 3 Theater- und Kunststudenten, Musiklehrerern aus Loyola Tranzit, einemTanzlehrer, dem Erzieher der Schülergruppe aus Albanien und Gerry, einem Jesuiten, der im Rahmen seiner Ausbildung einen Monat in Tranzit mitgelebt hat. So waren wir eine Gruppe von über 130 Mitwirkenden aus verschiedenen Winkeln der Welt, die gemeinsam spielten, tanzten, lernten, wuchsen, lachten und Freundschaften schlossen. Die verschwindenen Winkel zeigten sich nicht nur durch die verschiedenen Herkunftsländer wie Kosovo, Albanien, Deutschland,..  Sondern auch durch die verschiedenen Ethnien wie Bild Blog Julibeispielsweise Albaner, Roma, Ashkali und Deutsche und auch durch die unterschiedlichen Religionen wie dem Islam und dem Christentum. Die Verwirklichung dieser Zusammenstellung sehen wir als Ergebnis unserer Arbeit des vergangenen Jahres, in der wir ausgehend vom Gymnasium Loyola Brücken zum Ashkaliviertel Tranzit bauten, an der sich immer mehr Bauarbeiter beteiligten. Die Premiere war in Tranzit. Ein Höhepunkt war die Schlussszene bei der Aufführung, in der Innenstadt Prizrens, als alle Schauspieler und das Publikum gemeinsam wie   Protestierende auf der Brücke saßen und für die Aufführung, für das Zusammenleben statt Ausgrenzen applaudierten. Mit der Präsentation wurde auch der Titel des Camps „Schmetterlinge in Tranzit“ wieder aufgegriffen, denn wie  Schmetterlinge, die frisch aus ihren Kokons schlüpften, zeigten die Kinder ihre bunten Talente und neugelernten Fähigkeiten.
Damit unsere kleinen Schmetterlinge mehr Raum zum Fliegen bekommen, ist ein Umzug  geplant. Von dem einen Projektraum in Tranzit, wo bis jetzt Kindergarten, Alphabetunterricht, Musikschule und Sprachunterricht am selben Ort stattfinden, wollen wir in ein neues Haus fliegen, dessen Bauplan gerade abgeschlossen ist. Dafür bitten wir um Ihre Mithilfe, welche bei einer finanziellen Unterstützung des Hausbaus konkretisiert werden könnte.

Auch wir ziehen um.
Ich, Eva, werde in wenigen Tagen wieder bei meiner Familie sein und dann im Oktober das Studium der Ergotherapie beginnen.
Ich, Paddi, werde noch einige Wochen in Rumänien bleiben und während der Arbeit in einem Tierheim für Straßenhunde Erfahrungen für mein anschließendes Tiermedizin- oder Umweltstudium sammeln.
Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für Ihr Mitlesen und Mitbegleiten bedanken und freuen uns  schon sehr auf den baldigen persönlichen Austausch!
Tung, tung und bis bald,
eure Evi und Paddi ausm Kosovo

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